Wie alles begann

Eine Reise – frei von Geld, frei Leistung und Gegenleistung. Eine Reise voller Vetrauen schenkenden Begegnungen, voller Solidarität und Inspiration. Eine Reise an verschiedene Orte. Und zu uns selbst.
living utopia initiierten Tobi und Pia im September 2013 in Marseille auf einer kreativen, geldfreien Reise durch Europa. Wir haben geträumt, visioniert und Ideen konkretisiert. Kurze Zeit später reisten wir nach Deutschland zurück, um unsere Projektideen Wirklichkeit werden zu lassen. Fast drei Jahre danach können wir kaum glauben, was uns alles passiert ist, auf wie viel Resonanz unsere Ideen stoßen und welch inspirierenden und motivierten Menschen wir begegneten.

Die Idee

living utopia versteht sich als Bewegung für gelebte Utopie mit ganzheitlichem Anspruch.
Wir sind projekt- und aktionsorientiert. Somit kann jede*r, die*der möchte Projekte und Aktionen als Teil von living utopia nach den begleitenden Motiven verwirklichen. Das Mitwirken ist dann sehr projektgebunden und verläuft im jeweiligen Planungsteam.

Alle Projekte werden nach den begleitenden Motiven geldfrei, vegan, ökologisch, solidarisch organisiert und verwirklicht. In nahezu allen Lebensbereichen gibt es Leid, Ausbeutung, Diskriminierung und Unterdrückung. Wir möchten Räume schaffen, in welchem wir zeigen: Es geht auch anders!

Um Alternativen zu leben, sollten wir uns zuvor den Missständen unserer Gesellschaft bewusst werden. Gleichzeitig möchten wir den Fokus unseres Aktivismus auf solidarische, zukunftsfähige Möglichkeiten legen und diese somit in den gesellschaftlichen Diskurs bringen. Durch die Verbindung von theoretischen Ideen gezielt mit praktischen Umsetzungsmöglichkeiten möchten wir zeigen, welche Utopien schon heute gelebt werden können.
Es ist an uns los zu legen, den Wandel jetzt aktiv mitzugestalten und nicht auf vermeintliche Autoritäten zu warten. Selbstbestimmt, emanzipatorisch und „von unten“ gestalten wir solidarische Lebensräume! Dieser Perspektivwechsel erscheint uns essentiell, um Selbstwirksamkeit zu erkennen.

Die Utopie verstehen wir dabei als Prozess, nicht als neuen „-ismus“. Als Wegweiser*in, als Motivation und Motor der Veränderung – dynamisch und kreativ. So rosten wir nicht in einem starren, dogmatischen System ein.
Die Utopie ist außerdem ein Freiraum, in dem Bedenken wie »Das kann ich mir nicht vorstellen!« oder »Das hat noch nie funktioniert!« keinen Platz haben. Dazu möchten die Projekte unter anderem einladen, denn es ist Zeit für Veränderung – lasst uns Utopien jetzt leben!

living utopia ermöglicht Mitmachräume, in denen Austausch, Empowerment, Vernetzung und das Leben einer solidarischen gesellschaftlichen Wirklichkeit möglich werden soll.

Unser Selbstverständnis

living utopia positioniert sich gegen Sexismus, Rassismus, Speziezismus, Heteronormaivität sowie jegliche andere Form der Diskriminierung. Wir distanzieren uns von verkürzter Kapitalismuskritik, die oft in verschwörungstheoretischen oder pseudowissenschaftlichen Ansichten mündet.

Wir setzen uns ein für solidarisches, nachhaltiges, herrschafts- und hierarchiefreies Miteinander sowie selbstbestimmtes Lernen und Leben.

Mit einem Fuß im Status Quo, mit dem anderen in der Utopie. Beides motiviert uns, weiter zu machen. Die begleitenden Motive verstehen wir dabei als ideellen roten Faden, welcher sich durch all unsere Aktivitäten zieht. Sie bilden die Philosophie des Netzwerks; das, wofür wir stehen.

Ein paar Gesichter der Bewegung